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Australia 1993


 IV - Real Outback - The West (Part 1)

The 4th part leads us into the real Outback in Western Australia.

Der vierte Teil führt uns ins Outback von Western Australia.

III - Adelaide to Perth :: V - Broome to Darwin

:: 17 images :: West Australia :: 1993

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Die meterhohen Pinnacles wurden von den ersten Seefahrern für eine versunkene Stadt gehalten.

Pinnacle Desert

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24. 2. 92, 9.20 am., Dongara, Camp Site, WA

Halbzeit und wieder unterwegs, man könnte sagen auf dem Rückweg. Ich reise jetzt mit zwei Deutschen,Karen und jens, die schon seit einem Jahr auf Weltreise unterwegs sind. Sie sind etwas sehr deutsch, ein Lehrer Pärchen, aber ganz nett.

Gestern abend zündeten wir auf dem Zeltplatz noch ein offenes Feuer zum BBQ an, es war richtig romantisch.

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Vorher zur Pinnacles Desert gefahren. Die Pinnacles sind durch Wind-Erosion entstandene Felsnadeln. Die ersten vorbeifahrenden Seefahrer hielten sie für eine versunkene Stadt.

Der Wind blies dort sehr kräftig, man konnte ihn schon fast als Sandsturm bezeichnen.

Auf dem Rückweg zum Highway sahen wir noch zwei große graue Riesenkänguruhs dicht an der Straße, Mutter und Kind.

Doris the Datsun ist sehr heiß gelaufen, es war auch extrem heute. Sobald man etwas landeinwärts kam, stigen die Temperaturen ins kaum Erträgliche. Beim Fahren mußte man ständig die Temperatur im Auge behalten, damit das Kühlwasser nicht zu kochen anfing.


Zwei graue Riesenkänguruhs nehmen reißaus.

Red Bluff

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25. 2. 92, 6.20 pm, Beach

Wieder einer der tollen Sonnenuntergänge am Strand, nur Karen, Jens und ich. Weit weg steht noch ein Angler. Die Wellen kippen mit gewaltigern Getöse mal höher mal weniger hoch auf den Strand und verwandeln das sonst so blaue Meer in eine braune Sandsuppe. Zwei Fischerboote schaukeln 100 Meter vor der Küste. Nur einige Möwen kämpfen gegen den starken Festlandwind.

Ich war vorhin kurz im Wasser, nachdem ich mich bei den Besitzern des Platzes über die Gefährlichkeit erkundigt hatte. Einige Meter hinter der Brandung kann man ganz gut schwimmen, nur das rein- und raus kommen ist nicht ganz ohne. Respekt ist schon angebracht. Ich stand auch bestimmt 'ne halbe Stunde am Strand, bis ich mich rein getraut habe. Mit der Zeit bekommt man auch Übung und einen Blick für die Wellen. Leider ist dieser eine, einzige Film verlorengegangen. Aber so kann ich in meiner Erinnerung die Wellen höher und höher auftürmen.

Vorher sind wir noch die verschiedenen Schluchten des Kalbarri N.P. abgefahren. Wildnis pur, aber es war brutal heiß, jede Steigung die Hölle, jeder Schatten ein kleines Paradies. Karen hat aufgegeben. Die beiden sind etwas kompliziert, aber kompromißbereit.


Panoramablick (Versuch) über "The Loop" im Kalbarri Natonal Park. Die weißen Gum Trees trotzen Hitze und Fels. - Sieht es so heiß aus, wie es war? (45°C geschä†z†). Etwas weiter sahen wir eine wilde Ziege am Hang entlang klettern.

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9.45 pm, Nachtrag

Tauchen in Perth mit Barracuda Dive auf der Westend II vor Rodrıest Island:

Der erste Tauchgang mit Steve war ein Reinfall. Wir sind 30 Minuten in 17 Meter Tiefe auf dem Grund umher geirrt. Das Abtaucherı war beklemmend, ich hatte einen kurzen Moment den Anflug von Panik. Nichts war zu sehen als dunkelblaue endlose Leere oben, unten, rechts und links. Wir hatten die Gruppe verloren, weil Steve zu leicht austariert war, deshalb nicht Abtauchen konnte und alleine wußten wir dann nicht wohin. Zu guter Letzt kamen wir auch noch viel zu weit weg vom Boot an die Oberfläche, so daß man uns einsammeln mußte. Aus Fehlern wird man klug, von da an hab ich immer genau aufgepaßt wo's lang geht und wie man wieder zurück kommt.

Der zweite Tauchgang war dann auch wieder gut. Große und kleine, bunte und graue Fische oder interessante Felsformationen.


Viel zu fressen gibt es für diese Schafe nicht mehr.

Wo die Delphine die Touristen anschauen kommen

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26. 2. 92, 10.20 pm, Camp Site, Monkey Mia

Monkey Mia ist so ein First Class Tourist Event. Der kleine Flughafen mit Wüstenpiste nennt sich "International Airport", was wohl eher als Witz zu verstehen ist.

Nachdem die Delphine die letzten zwanzig Jahre jeden Tag an den Strand gekommen sind, gibt es seit einiger Zeit einen Touristenpark mit Restaurant, Swimmingpool, Hotel, BBQ-Anlagen, etc. Auch an die Backpackers hat man gedacht. Ich sitze hier in der Küche des Zeltplatzes, windgeschützt und voll beleuchtet und denke über den heutigen Tag nach.

Jens und Karen müssen mich für egoistisch halten, aber sie haben so feste Vorstellungen von dem was sie wollen und ich mußte Ihnen erst klar machen, daß das mein Auto ist und ich auch ein Wort mitreden möchte, wo wir was angucken.

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27. 2. 92, 9.45h pm, Camp Site, Coral Bag, WA.

Es wird langsam tropisch. Nachts ist es wärmer und feuchter.

Habe einem Delphin einen Fisch ins Maul gelegt. Es war so aufregend, daß ich mir die Delphine gar nicht richtig angesehen habe. Erst waren nur drei da. Der kleine war so süß, noch neugieriger als die anderen. Später, eine halbe Stunde nach der ersten Fütterung kamen die ersten drei mit zwei weiteren Kollegen noch einmal wieder.

Eva und Nick, zwei Deutsche waren gerade im Wasser und die Delphine schwamnmen kurze Zeit um sie herum Ich hab ein paar Photos mit dem Tele~ objektiv gemacht, hätte aber so gerne mit den beiden getauscht.


Die Delphine sind wild und kommen freiwillig zur Fütterung.

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Der kleine Delphin zeigt uns, was er kann. Monkey Mia ist in der ganzen Welt dafür berühmt, daß man wilde Delphine haufnah und in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen bekomrnt. Die australische Westküste ist einer der letzten nahezu unberührten Küstenabschnitte der Erde.

Tauchen in Coral Bay

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28. 9. 92, 7.00h pm, Camp Site, Coral Bay, WA.

Zwei Tauchgänge der Extraklasse und als Zugabe noch zwei Delphine als kurze Begleitung in der Nähe des Bootes.

Endlich mal richtige Korallen. Blaue Zweigwälder mit kleinen gelben und schwarzweißen Fischen, ein gigantisches Aquarium.

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Nicht sehr viele Fische aber viele verschiedene Korallentypen, die nach Aussage der Locals besser intakt sein sollen als die des Great Barrier Reefs.

Als wir auf einer Sandbank sind taucht plötzlich ein riesiger Fischschwarm auf. Hunderte von silb- rigen, halbmeter großen Leibern umkreisen uns, so daß man nichts anderes mehr sieht. Dazwischen der Schatten zweier Barracudas.

Die Tauchtruppe war auch wieder nett, drei Deutsche, ein Schweizer, eine Australierin und ein Engländer.

Es ist schon eine Wahrısinnswelt dort unten.

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Photos mit der Wegwerf-Unterwasser-Kamera. Eigentlich ist sie nur für maximal 4m Tiefe gebaut. Deshalb löst sie auch durch den Wasserdruck sofort aus, sobald man ein neues Bild spannt. Und durch die Taucherbrille sieh† man sowieso nicht, was man gerade fotographiert. Also ein Tip: lasst es sein.

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In der Pilbara: der letzte Regen hat einen rostroten See gebildet.

Hammersley Ranges

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h4>1. 3. 93, l0.40 pm, Camp Site, Wittenoom, WA.

ASBEST? - Warnschilder stehen hier überall herum. Der Besitzer des leeren Carnpingplatzes winkt ab. Seit 1966 ist die Asbestmine geschlossen und die Arbeiter sterben jetzt erst, er wurde nicht hier leben, wenn`s nicht sicher wäre.

Es gibt offensichtlich auch andere Meinungen. Wittenoom einst blühender Bergarbeiterort hat gerade noch 12 Einwohner. So müssen wir morgens auch warten bis die Tankwartin, die gleichzeitig auch die Ladenverkäuferin ist, von zu Hause angefahren kommt, nachdem ein Aussie der zufällig vorbei kam sie angerufen hatte

Die Reiseführer widersprechen sich. Die einen raten, das ganze Gebiet weitläufig zu umfahren. Die anderen empfehlen nur an bestimmten Stellen nicht auszusteigen, weil durch die Autos der Staub aufgewirbelt wird.

Ein ungutes Gefühl bleibt in jedem Fall, wenn man die Täler durchfährt an denen Schilder vor dem Aussteigen warnen, und weißer Staub auf dem Weg seltsame Flecken bildet.


Die ehemalige Asbestmine von Wittenoom. Das bläuliche ist wohl Asbestgestein.

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So sehen die Straßen im Gebiet aus. 400km Piste hinterließen auch bei Doris the Datsun spuren.

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Im Winter sind hier möglicherweise mehr Touristen um die für mich spektakulärste Gegend Australiens, die Hammersley Ranges zu besichtigen. Jetzt ist es absolut leer.

Die Pilbara ist das heißeste Gebiet Australiens, in dem im Sommer Tagestemperaturen von über 50 Grad Celsius keine Seltenheit sind.

Durch die an sich relativ ebenen Hügel schneiden plötzlich hundert Meter tiefe Täler. Die roten Felsen fallen schroff ab. Kein Zaun versperrt die Aussicht, jeder kann da runter fallen wo er gerne möchte.

Remember: In the wildernes your safety is your own responsibility. "Passe auf dich selber auf." Steht auf den Schildern.

Oben ist es unglaublich heiß, doch nach dem beschwerlichen Abstieg erwartet einen fast jedesmal ein kühles Bad in einem natürlichen Pool. Das Wasser ist aber kein Niederschlagswasser. Tatsächlich durchziehen zahlreiche Wasseradern das sonst so trockene Outback, die hier an den Hängen teilweise in Form von Wasserfällen austreten.

Die Straßen sind alle unsealed , d. h. unbefestigt. Wir haben Glück, noch vor wenigen Tagen war das ganze Gebiet wegen der Regenfälle gesperrt.


Oxers Lookout. Vier Schluchten treffen hier zusammen.

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Hier sieht man eine der Wasseradern austreten.

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Wir Deutschen

2. 2. 93, 8.3Oh pm, Tennis Club, Port Headland.

Es ist heiß und schwül und wir sitzen hier bei Pizza und VB und betrachten erschöpft den Tennisplatz wo vier Aussies Doppel spielen.

Die Stimmung ist gereizt. Jens und Karen sind zu kompliziert und machen sich und mir das Leben zu schwer, wo es doch schon schwer genug ist. Sie haben einfach keine Lust mehr zu reisen und sind am liebsten auf irgendwelchen Campingplätzen. Dort suchen sie ewig den vermeintlich besten Platz, vorher wollten sie schon den besten Campingplatz finden. Und das alles um nächsten Tag früh morgens gleich wie- der aufzubrechen.

Ich hab sie gefragt, ob sie nicht lieber mit dem Bus weiterfahren wollen und sie waren einverstanden. jetzt sind die Fronten geklärt und es ist etwas besser geworden.

Wie liebe ich doch den Easy Going der Australier


Die Hammersley Gorge, leider war es schon zu dunkel, als wir ankamen. Es soll hier eine fantastische mit Wasset gefüllte Höhle geben.

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