favouritesbrowsesearch
Blog

Travel

Game Dev

Architecture

ArchViz

III - The South (Part 2)


In this part we are crossing the Nullarbor Plain on our way to Perth.

Es geht durch die Nullarbor Plain nach Perth.

:: IV - Perth to Broome :: II - Sydney to Adelaide

15 images :: Australia :: 1993


image

Tuby Bay


Hier hätte ich stundenlang den Wellen zusehen können. Einer der letzten unberührten Küstenabschnitte der Erde.

image

8. 2. 92, l0.00 pm., SA

Ein kleiner Campingplatz abseits des Highway No. 1 dem ich fast die ganze Reise über folgen werde.

Wir haben im TAB-Pub Pool-Billiard gespielt. Dies sind die typischen Kneipen mit den dicken roten Teppichen auf dem Fußboden und Plüsch auf dem Tresen, wo die Biergläser randvoll gekippt werden und die Locals sich zum Wetten auf Pferderennen treffen.

Chris hat alle viermal gewonnen. Der Wind rauscht durch die Bäume, die See riecht wie in Baltrum oder Dangast. Es ist fast ausgestorben hier. Die großen braunen Sturmmöwen stehen in der Luft. Ein riesiger Pelikan bekommt Fische von zwei älteren Männern. Er kennt es wohl schon. Die Möwen gehen leer aus.

image

Whalers Way - früh morgens sind noch lnteressante Kollegen unterwegs, wie diese 1,5 Meter lange Black Tiger or Copperhead Snake, die zu den giftigsten Schlangen der Welt zählt.

image

Sarah ist in Adelaide geblieben. Sarah - Police Officer aus England, momentane Reisezeit 14- Monate. USA, Neuseeland, Australien, Thailand.

Chris - Farmer aus England, Reisezeit 2 Monate, USA, Australien.

Doris the Datsun hat heute von Bob Jane zwei neue Reifen bekommen. A$ 165. Für die Ray Ban weitere A$ 100. Aber sonst ist das Leben recht billig auf Reisen.

Verrnisse ich meine Freunde in Deutschland? Manchmal vermisse ich einfach jemanden, der genau die selben Sachen genießen will.


Humphrey's Greystock, was soviel heißt, wie Humphreys Spazierstock. Eine der vielen durch Winderrosion enstandenen Felsformationen.

image

Nundroo

9. 2. 92, 10.40 pm, Camp Site, SA.

Spektakuläre Küsten an denen man stundenlang staunend den tosenden Wellen zuschauen kann, die mit Urgewalt und meterhohen Fontänen gegens die Felsen schlagen.

Es war windig und relativ kühl. Wir haben zwei mit Sicherheit tödlich giftige Schlangenfi am Wegesrand aufgescheucht. Man muß hier immer fest auftreten um die Schlangen zu verscheuchen. Die Australier sagen, die einzige Möglichkeit von einer Schlange gebissen zu werden ist draufzutreten.

Ab und zu donnert ein Road Train vorbei. Man hört sie schon Minuten vorher. Die letzte größere Stadt ist 1000 Kilometer entfernt..

Der Mond ist eben aufgegangen, er hat sich am Horizont vor meinen Augen langsam empor gearbeitet.. Keine Fliegen oder sonstige nervende Insekten stören die Idylle.

Und es ist kühl hier in der Nullabor Plain, der Wüste die als Schrecken aller Reisenden gilt. Mit ca 150 Kilometern fährt man hier auch über eines der längsten schnurgeraden, kurvenlosen Straßenstücke der Welt. 1500 Kilorneter gibt es nichts anderes zu sehen als platten, ebenen Busch.

Das ungewöhnlichtste an diesem Foto ist das Auto auf der Straße

image

Albany

11. 2. 92, 11.00 am, Camp site, WA.

Wir haben Jamie und Belinda, zwei Tramper, mitgenommen. Belinda ist still, meistens Spricht Jamie. Zunächst nur über seinen Staford-Terrier Buddha. jetzt auch über andere Dinge. Belinda ist 18 Jahre alt und eine typische Adelaide-Aussie- Frau. jung, hübsch und naiv. Gerade streiten sich die beiden im Zelt.

image

Polizeikontrolle in der Nullabor Plain: Der Ray Ban bebrillte Polizist hat nur das Gepäck der Tramper durchsucht, das sie vorher aus dem Kofferraum holen mußten.Jamie hat eine Tasche drin gelassen. Ich hab nichts gesagt. Später erzählt er mir, daß dort Haschisch versteckt war, dessen Besitz in Australien ziemlich hart bestraft wird.


Jamie und ich laufen auf dem Wasser... Dies ist einer der durch Mineralien gefärbten Salzseen. Es gibt auch noch rötlich-violette Ausführungen.

image

Ich glaube das war Esperance, die Stelle mit dem Felsen in der Bucht. Es ging einfach zu schnell: Autofahren, ein bis zwei Stunden rumlaufen, urn wieder mit dem Auto an den nächsten tollen Strand zu fahren. Diese Gegend sollle in keinem Australienurlaub fehlen.

image

Die atemberaubende Südwest-Küste.
Tourismus - ungefähr null.
Superstrände, wie im Märchen gibt`s hier im Südwesten. Weißer Sand und glasklares Wasser. So klar, daß man Angst bekommt und beim Baden darauf achtet, ob da nicht vielleicht ein Hai oder so was ähnliches vor einem durchs Wasser gleitet.

Wir sind zu einem Felsen geschwommen und haben uns dort etwas gesonnt, um später von, naja, 2 Meter Höhe wieder ins Wasser zurückzuspringen.

Dann war da noch die Felsenküste an denen die Brandung bestimmt 10 Meter hoch spritzte.

Zuletzt die Fahrt im Dunkeln mit der Angst vor Kangaroohs, die nachts mit Vorliebe vors Auto springen. Als uns ein anderer Wagen überholt, bin ich einfach hinter ihm mit bis zu 155 km/h her geheizt.

image

Northcliff

12. 2. 92, 10.30 pm.

Drei Känguruhs direkt neben der Straße haben uns lieber hier stoppen lassen.

Chris ist in Albany ausgestiegen.

Der Campingplatz ist pretty weird. Zwei Leute riefen von der anderen Straßenseite aus dem Dunkeln irgend etwas bescheuertes herüber. Ich hab ein ungutes Gefühl. Der Platz ist ziemlich leer, nur zwei Wohnwagen und wir. Vorsichtshalber liegt ein großer Schraubenschlüssel neben mir irn Zelt.

Frösche quaken herum, der Ort liegt mitten im Wald, umgeben von riesigen Kari Trees, das sind große bis 87 Meter hohe Eukalyptusbäume.


Valley of Giants, gemeint sind die fast 90 m hohen Kari-Trees, eine Eukalyptus Art.

image

Heute ein bemerkenswertes Bad am Elephant Rock Beach genommen. Der Strand war leer. Riesige Granitfelsen hielten die Brandung ab und das Wasser war wieder glasklar.

Dann auf der Natural Bridge rumgeklettert und The Gap bestaunt, die in ihren Dimensionen wieder gigantisch waren. Das eine, wie der Name schon sagt, eine Felsenbrücke, das andere eine tief eingeschnittene Schlucht. Man spürt die Macht des Meeres und überall warnen Schilder vor sogenannte Freak-Waves, die plötzlich um Meter höher sind als die normalen Wellen und einen ins Meer spülen können. Und dort hat man wohl keine Chance wieder lebend an Land zu kommen


Jamie bei den Elephant Rocks

image

Perth

12. 2. 92, 11.20 pm, Camp Site

Wie soll ich es sagen? - Naiv doch nett waren Jamie und Belinda. Sie reden zu viel über ihren Kampfhund Buddha, wie ein Ehepaar das ständig über seine Kinder redet, weil das so schön einfach ist.

Aber mein Vorurteil gegen diese Hunde ist etwas revidiert, denn Buddha ist echt ein ganz lieber Kerl.

Jamie läßt oft den Macker raushängen, verwechselt dieses Verhalten mit persönlicher Stärke. Er gibt Befehle an Belinda, die reagiert genervt, macht aber dann doch was er will und liebt genau das, weil sie der selben Verwechslung unterliegt, oder sie hat nicht kapiert, daß die eine Verhaltensweise unmittelbar mit der anderen zusammenhängt.

Langsam geht mir dieses Rollenspiel und das teilweise dumme Gequatsche auf den Geist, sie sind halt noch so jung, die beiden. Ich habe ihnen A$ 70 "geliehen", weil sie absolut blank waren. Werde es als gute Tat abbuchen, im ewigen Kampf zur Erhaltung des Guten in der Welt.

Lake Cave, eine von über 80 Höhlen in der Nähe von Margaret River ist ein weißer Traum aus Tropfsteinen.

War dann nach über 4000 Kilometern etwas genervt vom Fahren, wollte einfach mal wieder lesen, schreiben, Musik hören... und bin bis Perth durchgefahren.


Lake Cave, bei Margeret River

image
image
Previous image (13):

14. 2. 92, 6.40 pm, Pizza Hut

Ich bereue mir hier eine Pizza bestellt zu haben. A$ 10 ist zu teuer und besonders lecker sieht sie auch nicht aus, gemütlich ist es hier schon gar nicht.

Gerade hab ich mit einer Frau gesprochen die mir irgendwie bekannt vorkam. jetzt glaube ich, ich kenne sie aus der Mensa in Oldenburg. Sie hat mich irgendwas auf englisch gefragt, vielleicht weil sie mich auch erkannt hat. Aber keiner hat nachgefragt, so wird es ein ewiges Geheimnis bleiben.

Perth scheint nett zuwerden, auch wenn ich für diese Nacht den übelsten Backpacker erwischt habe. Fast nur Männer sind hier, in der Küche sind Tausende von Ameisen, alles ist irgendwie schmutzig.

Meine Füße qualmen von der Stadterkundung. Es ist schwierig die richtigen Schuhe zu finden, wahrscheinlich gibt es sie gar nicht.


Blick auf die Skyline von Perth.


Party Town

Von links nach rechts: Gavin aus England, Frauenheld, Backpacker-Manager und überall bekannt, brachte uns notfalls durch den Hintereingang in die Szene. Shawn, aus Liverpool. Robert aus Österreich, Bas, versoffener Frauenfeind aus Holland beim täglichen Nichtstun.

22. 2. 92, Perth, Aberdeen Lodge

Die Begrüßung in der Aberdeen Lodge artete gleich in ein großes Besäufnis aus. Zwei Kanadier, John und Jerry, und ein paar andere Leute haben mich sofort auf einige Bier eingeladen. Am Schluß standen 60 leere Dosen rum.

Die Aberdeen Lodge hat genau die richtige Größe und es sind auch viele nette Leute hier. Direkt an der Straße ist eine überdachte Terrasse auf die man sich einfach setzen kann und in kurzer Zeit Leute kennenlernt.

Gestern mit John und Jerry im HIP-E-Club gewesen. John, groß und zurückhaltend. Jerry, der Sunnyboy, quatscht gleich alle möglichen Frauen an. Zuvor hatten wir zwei Australierinnen kennengelernt, die uns in ihrem Wagen dorthin mitgenommen hatten. Irgendwie doch wieder zu viel getrunken. Jeden morgen nehme ich mir vor den nächsten Abend ganz ruhig im Backpacker zu bleiben, aber dann kann ich doch nicht nein sagen. (Warum auch).

Hatte Flirt-Blick-Kontakt mit einer wunderschönen blonden Australierin, Doch als sie sich neben mich gestellt hat und ich sie endlich ansprach verstand ich in dem Lärm kein Wort von dem was sie sagte. Nüchtern war ich auch schon lange nicht mehr. Völlig peinliche Situation, danach mochte ich ihr nicht mehr in die Augen sehen.

image

22. 2. 92, 2.00am, Aberdeen Lodge

Perth ist nett, so ruhig und entspannt. Keinerlei Aggression oder Unbehagen ist zu spüren. Die Straßen sind breit und wirken leer. Die ganze Atmosphäre vermittelt den Eindruck einer großen Kleinstadt.

Der Strand ist lang und die wenigen Badenden verlieren sich. Das Wasser ist kalt aber klar mit guten Wellen zum Bodysurfen.

Die letzten Tage und Nächte waren ziemlich wild..Zum ersten (und letzten) mal, probiere ich das Nachtleben aus. Jetzt sitze ich hier mit Gavin und Shawn, zwei Engländern. Es ist bloody hot heute.

Wir waren gestern in James Street, einem House Palast. Rechts und links der großen Halle sincl Bars eingezogen, zu denen man einige Stufen hinaufsteigt. Auf einer Art Bühne wird getanzt, das heißt eigentlich tanzen fast alle überall. Auf zwei Podesten reißen sich clie Leute darum, vortanzen zu dürfen. Auch oben links, dem DJ SUNNY aus England gegenüber hängt noch eine Art Käfig unter der Decke. Dort zappelt ein schrnächtiger junger Mann wie wild mit Armen und Beinen. Die Musik ist ein nie enden wollendes Techno, House und Hip-Hop Bombardement. Es gibt keine Pausen zwischen den Stücken und nach einer Weile fangen die Füße wie von alleine an zu tanzen.

Die Girls kommen mir alle sehr jung vor, obwohl das Alter img Zweifel von den Bouncern gecheckt wird. Viele sind sehr aufreizend gekleidet, bewegen sich aber völlig natürlich und unverkrampft.

Irgendwie sind sie aber unnahbar, weil man sie nicht ansprechen kann. Alle Aussie-Boys probieren es ständig mit besoffenem Kopf, so daß die Girls von vornherein alles abblocken. Ich gebe mir deshalb überhaupt keine Mühe. Kennenlernen kann man Aussies besser woanders. Hier ist man um Party zu feiern.

Viele Clubs ausprobiert, mit Shawn, Gavin und Gordan dem mächtigen Schweden, der desperated ist, d.h.. er sucht ständig eine Freundin.

Bas aus Holland, Rob der Frauenheld, Robert aus Österreich.

Die beiden Schweizer, Phillippe und Helena. Phillippe hat mir anhand der Zahlen meines Geburtstages und Namens meinen Charakter erklärt und er hatte ziehmlich recht dabei.

Die netten Japaner, die uns wichtige Worte wie Prost beibrachten.

Judi, die eigentlich Julie, heißt oder umgekehrt. Sie hat mich an Roisin erinnert, nicht nur weil sie aus Irland kam.

K.L.. der Besitzer, immer gut gelaunt und hilfsbereit.

Tauchen gewesen, beim ersten Tauchgang irrten wir 25 Minuten am leblosen Grund umher, weil wir nicht wußten, wo es zum Riff geht. Das abtauchen war beklemmencl, weil oben unten rechts und links nur graues Wasser zu sehen war. Katrina verpaßt im Exit

Es ist einfach zuviel passiert, um alles aufzuschreiben. Perth ist toll.

Top of page :: IV - Perth to Broome :: II - Sydney to Adelaide