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Part 3 - Bunburry, Margaret River


Part 3 of my third Journey to Australia.

Teil 3 meiner dritten Australienreise

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17 images :: West Australia :: 1996


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Kurzer Stop in Perth

Fremantle, 1/2/96, 3.20 pm

Auf der anderen Seite Australiens ist es heiß.

Gerade war ich mit zwei komischen Typen am Strand. Gut, daß ich mich abgesetzt habe. Die Aberdeen Lodge kommt mir etwas heruntergekommen vor. Sie ist inzwischen die billigste Unterkunft in Northbridge und das spürt man. Die Stimmung ist zwar immer noch familiär aber es sind viele Looser da, wie diese schrägen Typen.

Gill, eine Engländerin, will für vier Wochen in den Süden. Das ist zwar etwas zu lang für meine Pläne aber es wäre eine Möglichkeit mitzufahren.

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Bunburry

Bunburry Backpacker 3/2/96

Es ist nicht so schlimm hier, wie ich befürchtet hatte, mal sehen, wie es noch so wird.

Gill ist etwas sehr vorsichtig mit ihrem dicken Ford Falcon. Am liebsten fährt sie glaube ich geradeaus. Joe ist sehr ruhig und man weiß nicht genau ob es sie eigentlich interessiert, wo sie gerade ist. Tom ist ebenfalls eher still. Deshalb gehe ich glaube ich erstmal alleine los, um die Gegend hier zu erkunden.

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BBQ At night

Mit Nicole, die vielleicht doch noch mitfährt, den halben Abend auf dem Rasen gesessen. Sie ist aufgedreht und hat sehr viel erzählt. Es war ein schöner erster Tag, mit Wein und BBQ und ausgelassener Stimmung.

Nach dem Bad im Meer bin ich zufrieden und glaube es wird bestimmt gut werden. Jetzt fall ich gleich ins Bett.

Wir sind übrigens hier in Bunburry um Dolphins zu beobachten, denn sonst gäbe es keinen Grund in diesem langweiligen Ort zu bleiben.

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Dolphin Spotting

Bunburry, 4/2/96 2.30 pm

Alle sprechen von den Delphinen und es war auch wirklich schön. Sie kamen ganz dicht ran, sogar wenn ich geschwommen bin.

Wir sind extra sehr früh aufgestanden, nämlich um 7.00h. Um diese Zeit war schon ein Delphin da. Zunächst ist er im niedrigen Wasser um uns herum geschwommen. Als mir das zu langweilig wurde bin ich weg gekrault und er kam hinterher, mit seiner großen Flosse, wie ein weißer Hai.

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Später ist er dann noch ein paarmal direkt an mir vorbei getaucht. Und einmal, als ich weiter weg von der Gruppe war, da kam er direkt auf mich zu. Ich hätte ihn anfassen können, aber statt dessen haben wir uns nur Auge in Auge angesehen.

Morgen gehen wir noch einmal zum Strand und da Montag ist, sind bestimmt nur wenige Leute dort. Leider ist die Sicht schlecht, das Wasser trüb. Aber es war besser als in Monkey Mia vor zwei Jahren, weil es nicht so durchorganisiert ist, und weil die Delphine nicht gefüttert werden.

Nicole strahlt mich an... auch ihr hat es gefallen, wäre schade wenn sie doch nicht weiter mitfahren würde.

Date with a dolphin

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Previous image (06):

Bunburry, 5/2/96

Wieder einer, der mit dem Fahrrad hier unterwegs ist. Hättest du Lust 1500km durch die Nullabour Plain bei 45° im nicht vorhandenen Schatten zu radeln? Die einzige Abwechslung wäre das Studium der Verwesungsgrade von am Straßenrand liegenden Kängeruhs.

Also ich hatte heute ein Date mit Thin Fin, so heißt die Delphindame, die heute mit ihrem Baby wieder am Strand war.

Am schönsten fand ich, wenn sie genau unter mir durch tauchte und sich dabei auf die Seite legte, um mich anzusehen. Ihr gefiel wohl am besten, wenn ich dann mit getaucht bin. Dabei ließ sie mich immer etwas hinter sich und führte mich ins tiefere Wasser. So nach dem Motto, komm mit, ich zeig dir wo's wirklich interessant ist.


Gill hat mir Maske und Schnorchel geliehen. Dadurch konnte ich den Kopf immer unter Wasser halten und viel besser sehen. Irgendwann kündigen sie ihr kommen mit dem Echolot-Fiepsen an. Das Wasser ist ja recht trüb, man kann nicht weit sehen. Dennoch wußte ich an den Geräuschen, daß sie gleich wieder vorbeitauchen würde. Ich war relaxed und es hat Spaß gemacht; ich glaube das hat sie gespürt.

Nicole hat sich in der Zwischenzeit um das Delphinbaby gekümmert. Es ist deutlich kleiner aber schon 16 Monate alt.

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Manchmal waren sie auch plötzlich beide hinter mir und haben laut ausgeatmet. Manchmal waren sie so nah, daß ich nur die Hand nach ihnen hätte ausstrecken müssen. Zwei, drei mal kam die große mit der Schnauze direkt in meine Hand, so als wollte sie, daß ich sie anfasse. Die Ranger hatten aber gesagt, wir sollten sie nicht anfassen. Warum auch immer.

Die Ranger waren übrigens sehr freundlich und ich glaube sie fanden es gut, daß auch die Delphine ihren Spaß mit uns hatten. Von ½ 8 bis kurz vor eins. Ich glaube die Rangerin meinte, daß die beiden noch nie so lange am Stück da waren.

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Margaret River - Bushtucker Tour

Margaret River, 9/2/98

Morgens zum Abschied noch kurz in Bunburry am Strand gewesen. Die Delphine kamen straight zu uns angeschwommen und Carol, die Rangerin meinte, sie wollten "Hallo" sagen. Leider war es recht kühl und nach 1 ¼ Stunden mußten wir dann auch weiter fahren. Carol hat mit zum Abschied gesagt: "Thanks for playing with Thin Fin."

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Also sind wir los gefahren. Gill und die Anderen haben irgendwo im Nirgendwo ein Haus für 10 Leute gemietet. Nicole und ich hatten von Anfang an kein gutes Gefühl dabei. Der nächste Ort gut 50 km weit weg und keine Möglichkeit, alleine dorthin zu kommen.

Und dann noch der Teich dort, der sicher jeden Abend Treffpunkt für die Mücken aus 20 km Umkreis war.

Jetzt sind Nicole und ich also alleine im Backpacker in Margaret River und es ist gut so.

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Left image:

Hier haben wir auch gleich eine tolle Tour gemacht: Zunächst sind wir im Canoe den Margaret River hochgefahren. Dabei konnten wir unterwegs ein paar mächtige Seeadler in den Bäumen beobachten.

Im Anschluß gab‘s ein etwas anderes Picknick, ausschließlich mit Aboriginal Food. Emu, Kangerooh, aber auch Tausendfüßler und jede Menge Früchte. Am besten schmeckten wirklich die Tausendfüßler. Was knirscht, das sind die Augen, meinte die witzige Führerin.

Dann sind wir noch in eine kleinere Tropfsteinhöhle gestiegen. Natürlich waren da schon viele Leute vor uns drin. Es war aber trotzdem abenteuerlich. Als wir drinnen dann alle für kurze Zeit das Licht ausgeknipst haben war es wirklich absolut dunkel.


Right image:

Danach hat uns die Leiterin noch eine reale Gruselgeschichte erzählt, von ein paar Surfern, die hier rein gingen und den Ausgang nicht mehr fanden. Nach drei Tagen wurden Sie per Zufall gerettet. Einer hatte inzwischen durch einen der Tropfsteine ein Loch im Kopf, ein zweiter sich bei einem Sturz das Schlüsselbein gebrochen. Wenn man in so einer Höhle den Ausgang sucht, hat man auch mit Licht schon Schwierigkeiten. Ohne Licht hat man keine Chance. - Man rennt 10 Stunden im Kreis und merkt es nicht, sollte man nicht schon vorher in irgendein Loch gefallen sein.


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Above image:

m Pub waren wir auch zweimal. Nur bekiffte Surfer sind dort. Margaret River ist bei Insidern weltweit bekannt für gute Wellen.

Heute war es allerdings nur drückend heiß. Oben im Norden wütet ein Zyclone und hier sind noch keine Wellen. Die Surfer lungern gelangweilt in ihren Stationwagon herum, außer Sufen nix zu tun...


Above right image:

Margaret River, Backpacker, 10/2/98

Nicole und ich kommen gerade vom Essen, mit Paul, Emma und Emily.

Heute haben wir die Wellen angetestet...

Es ist schon anders als Bodysurfen. Man muß mehr darauf achten, welche Wellen man nehmen kann. Beim Bodysurfen, ohne Brett, kann man das innerhalb von Sekundenbruchteilen entscheiden. Beim Surfen mit Brett muß man das viel früher tun.


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Surfing

Dennoch hielt ich mich zweimal für Millisekunden auf den Füßen und ein paar mal etwas länger auf den Knien. Es braucht einfach seine Zeit. Man stelle sich vor:

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Erst muß man entscheiden, ob die Welle gut ist und dann in Position gehen um im richtigen Moment Anlauf nehmen. Ist die Welle zu hoch und man weiß, das geht schief, dann gibt's nur noch eins – in die Welle springen, weg vom Brett um es nicht an den Kopf zu kriegen.

Jetzt kommt das wichtigste, man muß die Welle hinunter surfen. Es ist dabei wirklich so, daß man sie wie einen kleinen Wasserfall hinuntersaust, wobei sie einen praktische vor sich her treibt. Kommt man zu weit nach hinten (d. h. oben), ist man also zu langsam, dann rollt die Welle unter einem durch. Ist man zu schnell (d. h. zu weit unten) dann gibt's einen Nosedive , d. h. die Spitze des Brettes taucht ins Wasser und man macht einen unfreiwilligen Salto über das Brett

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Und als wäre das alles noch nicht schwer genug, soll man dabei auch noch aufstehen... Dazu kommt noch das ständige zurück paddeln durch die Brandung. Endlich wieder draußen, sind die Arme so schlapp, daß man kaum mehr die Power hat, sich zum Aufstehen richtig abzustoßen.

Nicole hat's aber gut gemacht, viel besser als ich. Sie ist ein paarmal längere Zeit im Whitewater gestanden. Allerdings konnte sie in Byron Bay schon eine Woche üben.

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