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Australia 1993


VI - Crocodile Country - The North

Arriving in Darwin, Northern Territories

Es geht ins Northern Territory: Kathrine, Darwin und Kakadu National Park.

VII - Cairns to Sydney :: V - Broome to Katherine

:: 18 images :: Australia :: 1993

Katherine Gorge

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In der Katherine Gorge. Nummer eins oder zwei der 13 Schluchten.

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ll. 2. 93, 12 pm, Darwin, Travel Center, NT.

Gestern nahmen Phil und ich an einer Bootsfahrt durch die ersten beiden Schluchten der Kathrine Gorge teil. Insgesamt dreizehn einzelne Gorges umfaßt eine der meist besuchten Sehenswürdigkeiten Australiens. Der Ranger war ein Aboriginal.

Ich habe mein erstes wildes Krokodil, ein relativ ungefährliches Freshwater Crocodile gesehen. (Abgesehen von dem Baby-Croc, das in dem Tümpel in Kununurra schwamm.)

Der allgemeine Kommentar der Kolonne zur berühmtesten Gorge Australiens, nach all den phantastischen Schluchten im Westen: "Just another one".

Am morgen sind wir mit drei Autos von Kathrine aufgebrochen und nahmen unterwegs ein kühlendes Bad in den unteren Edith Falls.

Fast verloren im Lífchfield Park

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Ein Freshwater Crocodile. Es ist relative harmlos und beißt nur um sich zu wehren.

Ein kleines Zimmer im Travel Center, vor dem uns alle gewarnt hatten, zuviel abgewrackte Typen, Diebstahl und Schlimmeres. Immerhin Klimaanlage. Es war nichts anderes mehr zu kriegen.

Heute im Litchfield National Park steckengeblieben. Ein 4WD hat uns rausgezogen, kurz nachdem der Angriff der Moskitos begann und ich mich schon mit einer Nacht im Schlamm und Regen abgefunden hatte.

Die beiden Schweizer lockten uns unabsichtlich in die Falle, denn sie erklärten, sie kämen aus Darwin und wir dachten sie meinten den kurzen Weg, der uns 200 km Umweg erspart hätte. So aber bescherte er uns das einzige, wenn auch kleine Abenteuer der ganzen Reise.

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Es hatte geregnet, was bei 35°C nicht weiter schlimm ist, wenn da nicht immer die Angst wäre, der Regen dauert gleich ein paar Tage und man bleibt irgendwo im Nirgendwo stecken, weil die einzige Straße, die vor und zurück führt überschwemmt wird.

Die Wasserfälle waren traumhaft, in einem konnte man nach einem steilen Abstieg baden. Natürlich befanden sich wieder keine anderen Menschen weit und breit. Schilder warnten davor, nicht zu dicht an den Fall zu schwimmen, aber das beginnende Gewitter unterbrach das erfrischende Bad sowieso.

Es schüttete wie aus Eimern, was den Aufstieg auch nicht angenehmer machte. Schließlich kamen wir naß bis auf die Haut am Auto an, während rings um uns die Blitze einschlugen.

Es hörte zum Glück schnell wieder auf zu regnen, so daß wir weiter fuhren und am nächsten Wasserfall die besagten Schweizer trafen, die wir schon aus Broome kannten. Sie meinten, sie kämen aus Darwin, deuteten aber in die falsche Richtung. Es wurde langsam dunkel und wir entschieden den kürzeren Weg zu nehmen, obwohl dieser unbefestigt und ziemlich matschig war. Die beiden waren ja von dort gekommen, glaubten wir.

In einigen der Creeks mußten wir durchs Wasser fahren und zwei davon war knietief, so daß der Verteiler naß wurde und Doris einige Zeit stotterte. Wie durch ein Wunder meisterten wir die tiefsten Schlammfurchen. Ich dachte, bloß nicht anhalten, sonst kommst du hier nie wieder raus. Dann trafen wir die beiden Bauarbeiter, die uns skeptisch ansahen und fragten, wo wir denn hinwollten. - Tja, sagten sie weiter, wenn ihr Glück habt kommt ihr durch den einen Fluß, aber letzte Woche stand das Wasser noch eineinhalb Meter hoch. Vielleicht habt ihr ja Glück, denn wenn ihr dort durch seid dann habt ihr's geschafft.


Dieser Kingfisher wollte unbedingt photographiert warden.

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Florence Falls (Litchfield N. P.), 15 Minuten spatter goß es wie aus Eimern from Himmel

Als wir nach einiger Zeit und einem weiteren tiefen Creek die steile Abfahrt zu dem besagten Fluß hinunter fuhren wußte ich gleich, da kommen wir nie durch. Es war ein reißender Strom, 50 oder 100 Meter breit.

Von der Straße war nicht mehr viel zu sehen. Was macht man in so einem Fall? Man durchwatet erst mal das Hindernis, um die Tiefe zu erkunden. Nach ca. 5 Meter waren es 50 Zentimeter und ich hatte überhaupt kein gutes Gefühl.

Bekanntlich gibt es in den Northern Teritorys genauso viele Krokodile wie Einwohner. Von letzteren hatten wir schon zwei gesehen. Wo waren also die Krokodile? Hatten sie die leichtsinnigen deutschen Touristen schon anvisiert? Wir glaubten unserem schlechten Gefühl und brachen die Durchquerung ab.

Unsere Retter erzählten uns spatter nicht nur, daß in der Mitte des Creeks ein anderthalb Meter tiefes Loch war, sondern auch, daß es in diesem Fluß tatsächlich Krokodile gab.

Also mußten wir den ganzen Schweißweg wieder zurück. Die Kupplung war so naß, daß wir einfach nicht die Straße rückwärts hoch kamen. Also wendeten ich irgendwie auf der steilen, schmalen Steigung und fuhr zurück.

Ständig stotterte und verschluckte sich Doris, so daß man kaum noch richtig fahren konnte. Als wir vor einem besonders tiefen Schlammloch anhielten, wollte sie dann endgültig nicht mehr und auch der Anlasser versagte seinen Dienst. Anschieben war urımöglich und Total dunkel war's auch. Es regnete und die Moskitos griffen an und irgendwie dachte ich nur noch Scheiße, jetzt stehst du hier, du dummer Tourist und kommst weder vor noch zurück.

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Wongi Falls, Litchfield N.P.

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Seit Stunden waren wir keinem Auto mehr begegnet, doch plötzlich erschienen die beiden Lehrer einer Abo-Schule in ihrem riesigen 4WD und boten an, uns zu einem befreundeten Ranger zu schleppen. Sie zogen Doris mehr auf dem Bodenblech als auf den Rädern durch das schlammige Stück, das vor uns lag. Danach wurde die Straße wieder besser.

Der Ranger öffnete den Verteiler und verdrängte das darin stehende Wasser mit irgendeinem Wunderspray. Wir bedankten uns, entschuldigten uns für unsere Dummheit und fuhren die drei oder vier Stunden zurück nach Darwin. Zuletzt wäre uns fast noch das Benzin ausgegangen.

Jetzt sitze ich hier, dreckig aber mit vollem Bauch. Bier gibts keines mehr, nach 10 Uhr sind die Bottleshops geschlossen. Darwin zeigt sich voller Backpackers, aufgemotzten Autos und Possums.


Ein Roadhouse unterwegs nach Darwin.

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Phil, Vanessa, Chris und (?) auf ein kurzes Bier im Roadhouse.

Real Crocodile Dundee Country

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16. 2. 93, Camp Site, Larrimah, NT.

Ich habe nicht viel geschrieben, weil ich erkältet bin, also schnell in Kurzform:

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Fish-Feeding in Darwin: Zahme Fische kommen zur täglichen Fütterung ans Ufer und saugen an den Fingern, wenn das Brot alle ist.

Kakadu N. P.: 10 OO0_jahre alte Höhlenmalereien, viel Bush, viel Wasser, feuchte Hitze. Der Yellow Boat Cruise früh am morgen zeigte vor allem viele verschiedene Vogelarten. Aber da war auch die Imagination eines Krokodils. Ich war wohl der einzige, der es nicht gesehen hat.

Schwester Marion war im selben Backpacker (Froghole, sehr nett)

Unforgiven im Kino gesehen.

Abschied und Begrüßung neuer und alter Mitfahrer und Freunde.


Eine der alten Felsmalereien im Kakadu N.P.

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blick über das große flache Plateau im Kakatu N.P.

Auf dem Campingplatz ist ein vier Meter langes Salzwasserkrokodil. Es sieht aus wie tot, aber vorhin sah es noch anders aus wie tot. Es ist eingezäunt, aber der Zaun ist eben nur ein Zaun. Hoffentlich hat es gut gefressen heute.

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Yellow Waters. Wie soll man denn da ein Krokodil sehen?

Im ersten Jahr, nachdem, der Crocodile Dundee Film in die Kinos kam und Tausende in den Kakadu N.P. einfielen, um das Outback Feeling zu erleben, wurden acht unvorsichtige Touristen von Krokodilen getötet.

Der Crocodile Dundee Film wurde übrigens nicht im Kakadu N.P. gedreht sondern im Arnheim Land, das ist die nördlichste Gegend von Queensland.

Die Szene in der Kneipe wurde in einem Kaff zwischen Mt. Isa und Alice Springs, mitten im Outback gedreht, den Namen habe ich leider vergessen.

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Kakadu National Park

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Feeding the fish in Darwin

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Regenzeit: Wir fahren los um den Sonnenuntergang mit ein paar Flaschen Bier zu begießen. 10 Minuten vor dem Ziel ziehen plötzlich diese Wolken auf und das ganze fällt buchstäblich wie auch sehon gestern und vorgestern ins Wasser. (Aber Spaß macht's trotzdem)

Zurück zur Zivilsation

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18. 3. 93, 11.45 pm, Camp Site, l- lughenden, Queensland.

Meine Erkältung geht jetzt auf die linke Seite über und wird allmählich besser. Meine Mitfahrer sind:

Joshua, geboren in Kolumbien, mit sonnigem Gemüt, geht immer früh ins Bett.

Duhan, aus Schottland, Asienliebhaber, raucht viel und ist immer die Ruhe in Person.

Maibritt, aus Dänemark, wohlgenährt und naiv lustig.

Es ist streßfrei zwischen uns, obwohl wir die letzten drei Tage 2200 Kilometer gefahren sind. Heute war's wieder tot langweilig, nur grüne Wiesen mit einem Emu oder Kasawar von weitem.

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Oben: Eine Postkarte von Three Wazs, jener Ort im Outback an dem der Highwaz sich gabelt. Mangels anderer Orientierung oft in Atlanten gleichwertig mit Hamburg oder Chicago markiert.
Unten: Die Reef Lodge in Townsville stellvertretend für viele Backpacker. Geführt von einem freundlichen Ehepaar, mit großer Küche zum Selbstversorgen, Waschmaschinen, TV, Garten, Zweibettraum für A$ 13 pro Person.

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